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Wie gehen Orden und andere kirchliche Einrichtungen mit ihrem kolonialen Erbe um?

Die Aufarbeitung ihres kolonialen Erbes ist für die gesamte Katholische Kirche mit allen ihren Einrichtungen eine zentrale Aufgabe. Sie soll neuerliche Instrumentalisierungen des Glaubens für Herrschaftsinteressen verhindern und zur Heilung der entstandenen Wunden und Ungerechtigkeiten beitragen. Dies geschieht etwa in der Ausrichtung kirchlichen Engagements auf die Überwindung post- und neokolonialer Herrschafts- und Ausbeutungsstrukturen, durch die konkrete Unterstützung jener Menschen und Gruppen, die davon betroffen sind sowie durch die Veränderung kolonial geprägter Muster in den eigenen Denk- und Arbeitsweisen. Wesentlich ist zudem eine Abkehr vom Überlegenheitsanspruch des eigenen Glaubens und eine offene, wertschätzende und solidarische Auseinandersetzung mit anderen Religionen, kulturellen Weltvorstellungen und Gesellschaftsformen.

 

Eine besondere Rolle spielt diese Aufarbeitung für die katholischen Ordensgemeinschaften und jene Organisationen, die in deren Nachfolge stehen. Denn die Orden waren über Jahrhunderte führend missionarisch tätig und wurden tief von der komplexen Geschichte christlicher Mission geprägt. Sie sind dabei Teil des europäischen Kolonialismus geworden, auch wenn nicht wenige Missionar*innen sich dem gewalttätigen Vorgehen der Kolonialherren entgegengestellt haben oder es zumindest mildern wollten. Dabei wirkten Rassismus und koloniale Ungleichheit auch in die Gemeinschaften selbst hinein: Nicht-Europäer*innen, die sich den Orden anschlossen, hatten es oft schwer und blieben lange Zeit nur Ordensmitglieder „zweiter Klasse“. Zugleich waren die Gemeinschaften bisweilen aber auch Zufluchtsorte, die Schutz vor den kolonialen Gewaltverhältnissen boten und Räume für echte Begegnung und interkulturellen Dialog schufen. Auch in den sogenannten „Missionssammlungen“ zeigt sich die Ambivalenz. Im Zuge ihrer Tätigkeit haben sich Missionar*innen unterschiedlichste kulturelle Artefakte indigener Gemeinschaften – Werkzeuge, Kunst, alltägliche, aber auch rituelle, geheiligte Gegenstände – angeeignet: teils durch echte Schenkung, aber auch durch widerrechtliche Aneignung fremden Gutes. Neben ehrlicher Bewunderung und dem Versuch, andere Kulturen kennenzulernen und zu verstehen, wurden diese Sammlungen vielfach auch als Beleg für die eigene kulturelle Überlegenheit gewertet.

 

Heute haben viele sogenannte „missionierende Orden“ und Organisationen, die aus diesen hervorgegangen sind intensive Reflexionsprozesse gestartet und anerkennen, dass ihre Tätigkeit für die einheimische Bevölkerung nicht nur segensreich war, sondern auch zu schmerzlichen Erfahrungen, Diskriminierung und Unrecht geführt hat. Sie engagieren sich in solidarischer Weise für die Menschen in den ehemaligen „Missionsländern“. Soziale Gerechtigkeit, Empowerment, Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit stehen dabei im Fokus. Heute werden die Initiativen vor Ort nicht in erster Linie von Ordensleuten aus Europa getragen, sondern von einheimischem Personal oder Ordensleuten aus anderen Weltgegenden. Der Respekt vor den unterschiedlichen lokalen Kulturen, interkultureller und interreligiöser Dialog sind vielerorts selbstverständlich geworden. In personeller Hinsicht hat sich die Richtung von Mission dabei umgekehrt und es sind heute vor allem Menschen aus dem Globalen Süden, die in den einstigen „Kernländern“ des Globalen Nordens missionarisch wirken. Außerdem nehmen mittlerweile Ordensleute aus allen Kontinenten in ihren Gemeinschaften Leitungsverantwortung auf allen Ebenen wahr. In materieller Hinsicht sind die kolonialen Ungleichgewichte hingegen vielfach weiter aufrecht. So liegt die Finanzkraft nicht selten weiterhin bei den (alternden) Gemeinschaften im Globalen Norden. Ein solidarischer Lastenausgleich zwischen den Gemeinschaften bleibt deshalb genauso Herausforderung wie der Einsatz zur Überwindung von Ungleichheiten, die Veränderung kolonialer Denkweisen in den Gemeinschaften selbst sowie ein angemessener Umgang mit den sogenannten „Missionssammlungen“ und die mögliche Rückerstattung kultureller Artefakte.

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