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Welche Rolle spielte Mission zur Zeit der europäischen Eroberungen?

Das Verhältnis von Mission und Kolonialismus ist äußerst vielschichtig und ambivalent. Als Staatsreligion war das Christentum zu Beginn der europäischen Eroberungen ab dem 15. Jahrhundert eng mit den politischen und wirtschaftlichen Machthabern verflochten. Die damalige Vorstellung, dass Menschen nur durch die Taufe Erlösung finden könnten, verband sich mit dem Glauben an die Überlegenheit der europäischen Kultur, Zivilisation und Technik. Gemeinsam boten die Missionierung und vermeintliche „Zivilisierung“ der außereuropäischen Welt eine wirkmächtige Rechtfertigung für die Eroberungszüge. Fremdherrschaft, Zwangsbekehrung und die Zerstörung von Kulturen und Gesellschaftsformen konnten so bis ins 20. Jahrhundert hinein als Maßnahmen zum Wohle der Eroberten interpretiert werden.

 

Missionar*innen, Orden und andere kirchliche Akteur*innen waren indirekt und direkt an Unterdrückung, Missbrauch und Ausbeutung beteiligt und profitierten auf unterschiedliche Weise (teils bis heute) von den kolonialen Strukturen – etwa durch die Aneignung von Ressourcen und Ländereien, vor allem aber die eigene Expansion: die heutige globale Verbreitung des Christentums als größte Religion der Welt lässt sich nicht ohne diese Geschichte verstehen. Dennoch wäre es irreführend, dies als reine Unterdrückungsgeschichte zu begreifen. Weder die Motive noch die Praktiken, Wirkungen und Folgen dieser Missionsbestrebungen waren eindeutig und einheitlich. Je nach Zeit, Kontext und den handelnden Akteur*innen unterschied sich ihre Rolle und Position auf vielfältige Weise.

 

Gerade zu Beginn war die koloniale Fremdherrschaft auch in Europa nicht unumstritten und die christliche Religion spielte eine wesentliche Rolle, um deren Legitimität in Frage zu stellen. Über die gesamte Kolonialgeschichte hinweg gab es Missionar*innen und andere kirchliche Akteur*innen, die den eklatanten Widerspruch zur christlichen Botschaft der universalen Menschenliebe klar erkannten und die kolonialen Realitäten entschieden anprangerten und bekämpften. Sie setzten sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein, engagierten sich in Bildung und Gesundheitsversorgung und bauten Einrichtungen auf, die teils bis heute wichtige soziale Aufgaben erfüllen. Aber auch die „Kolonisierten“ selbst standen der oftmals aufgezwungenen neuen Religion nicht bloß passiv gegenüber. Sie eigneten sich das Christentum auf Basis ihrer bisherigen Glaubensvorstellungen und Lebensrealitäten an und fanden darin eine kraftvolle Ressource, um ihre Würde und Selbstbestimmung gegenüber den Europäer*innen einzufordern und durchzusetzen. Mission und Missionar*innen spielten in der Geschichte des Kolonialismus also sehr unterschiedliche Rollen, die von klarer Mitwirkung an kolonialer Fremdbestimmung und Gewalt über karitative Unterstützung bis hin zu anti-kolonialem Widerstand reichen. Heute gilt es, diese wechselhafte und vielfach schmerzliche Geschichte aufzuarbeiten, um den befreienden Geist des christlichen Glaubens wirksam werden zu lassen und neuerliche Instrumentalisierungen zu verhindern.

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