Kirchliche Entwicklungszusammenarbeit wächst trotz schwieriger globaler Rahmenbedingungen
Die KOO veröffentlicht ihren digitalen Jahresbericht 2025. Die darin erfassten österreichischen kirchlichen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit erreichten im Berichtsjahr ein Gesamtvolumen von 136 Millionen Euro.
Das entspricht einem Anstieg von 2,25 Prozent gegenüber 2024. Der Bericht zeigt, dass globale Gerechtigkeit möglich ist, wenn Menschen einander auf Augenhöhe begegnen und Verantwortung füreinander übernehmen. Anhand verschiedener Beispiele aus der Arbeit der KOO-Organisationen im Berichtszeitraum werden die unterschiedlichen praktischen Wirkungsbereiche der internationalen Zusammenarbeit sichtbar und Zusammenhänge zwischen lokalen Themen und internationalen Entwicklungen greifbar.
Die kirchlichen Hilfswerke und Einrichtungen leisteten auch 2025 einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung, zur Förderung von Bildung und Gesundheit sowie zur Stärkung von Menschenrechten und nachhaltiger Entwicklung. Der Zuwachs der finanziellen Mittel unterstreicht das anhaltende Engagement von Spenderinnen und Spendern, Pfarren, kirchlichen Organisationen und weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern.
Der für Weltkirche zuständige Bischof der Österreichischen Bischofskonferenz Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer sieht darin ein deutliches Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung:
"Erst dieser Tage hat das UN-Entwicklungsprogramm UNDP über den weltweiten Anstieg der von Armut Betroffenen berichtet. Zugleich sehen wir in den letzten Jahren in vielen Ländern starke Kürzungen der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit. Da geht die Schere zwischen faktischem Bedarf und staatlicher Reaktion ziemlich auseinander. Unsere kirchlichen Hilfswerke und Einrichtungen engagieren sich im Gegensatz dazu außergewöhnlich stark und können für das letzte Jahr sogar eine leichte Steigerung der finanziellen Hilfe für die ärmsten Regionen der Welt berichten. Das bedeutet, dass in der Bevölkerung Solidarität und der Wille zur Unterstützung unserer Schwestern und Brüder im Globalen Süden weiterhin stark vorhanden ist.“
Der Jahresbericht dokumentiert die Leistungen und Entwicklungen der Organisationen der KOO-Interessenvertretung und macht sichtbar, wie internationale Solidarität durch langfristige Partnerschaften, lokale Verantwortung und gemeinsames Handeln wirksam wird.
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