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Trilog zur EU-Verordnung über Pflanzenvermehrungsmaterial

Die Saatgutvielfalt in den Händen bäuerlicher Gemeinschaften ist ein wichtiger Pfeiler, wenn es darum geht, das Recht auf Nahrung zu gewährleisten und Hunger und Unterernährung zu bekämpfen. Dies gilt insbesondere für Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika, wo bäuerliche Saatgutmärkte nach wie vor das Rückgrat der Ernährungssicherheit bilden. Deshalb setzt sich international ein Bündnis aus glaubensbasierten Organisationen, u.a. die KOO-Dachorganisation CIDSE, dafür ein, dass die Rechte der Bäuerinnen und Bauern auf Saatgut von der EU, der EFTA und den Ländern des Globalen Südens respektiert werden. Aktuell finden Trilog-Verhandlungen zur EU-Verordnung über Pflanzenvermehrungsmaterial (PRM) statt.

 

In einem gemeinsamen Schreiben an die zuständigen Personen in EU-Parlament, -Kommission und -Rat betont die Koalition, dass die EU-Saatgutgesetzgebung weitreichende Auswirkungen nicht nur innerhalb Europas, sondern auch für Landwirt*innen und Ernährungssysteme weltweit hat. Auf der Grundlage ihrer Zusammenarbeit mit Partner*innen im globalen Süden betonen die Organisationen, dass die Verordnung die Menschenrechte der Landwirt*innen, die biologische Vielfalt und die globale Ernährungssicherheit beeinträchtigen könnte, wenn sie verschärft wird.

 

Stattdessen werden die politischen Entscheidungsträger*innen der EU aufgefordert, dafür zu sorgen, dass Landwirt*innen Pflanzenvermehrungsmaterial frei austauschen können, auch gegen finanzielle Entschädigung und ohne regionale Beschränkungen. Ein solcher Austausch sei essentiell, um lokal angepasste Sorten zu erhalten, agroökologische Anbausysteme zu stärken und eine widerstandsfähige, klimafreundliche Lebensmittelproduktion zu fördern.

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