Über den Tellerrand hinaus!
Solidarisches Handeln als christlicher Auftrag

"Die Welt wird zum Dorf" - dieser Slogan prägt unsere Zeit, weil politische Entscheidungen, wirtschaftliche Strukturen, moderne Kommunikationsmittel oder der Transport immer vernetzter ablaufen. Auf der einen Seite hat diese Globalisierung neue Ungerechtigkeiten und verstärkte Ausbeutung geschaffen, die es zu beseitigen gilt. Auf der anderen Seite bietet diese Situation auch die Chance, in den Dialog mit anderen Religionen und Kulturen zu treten, voneinander zu lernen und solidarisch zu handeln.

Als ChristInnen glauben wir an Gott, der in Jesus Christus "Leben in Fülle" für alle will. Wir sind eingeladen, dies durch unser Leben zu bezeugen, indem wir die Frohe Botschaft weiter sagen und durch unser Tun am Aufbau des Reiches Gottes mitarbeiten. Mehr denn je muss das heute in weltweiter Perspektive erfolgen.

"Global denken - lokal handeln!" muss daher für uns ChristInnen erweitert werden zu "Weltkirche denken - in der Pfarre handeln!" Die Pfarren in Österreich sind jetzt schon führend im "Eine Welt"-Engagement. Doch es gibt weiterhin noch viel zu tun, um zu einer gerechteren Welt und zu einem friedlichen Zusammenleben aller Menschen beizutragen.

Das Bewusstsein, in "Einer Welt" zu leben und weltweit mit unseren Geschwistern zu teilen - kulturell, sozial, spirituell, materiell - entwickelt sich in der Pfarre nicht von selbst: Wir müssen uns dafür einsetzen, wir müssen Entwicklungspolitik und Weltkirche regelmäßig zum Thema machen!

Dies gelingt am besten, wenn sich Einzelpersonen oder eine "Eine Welt"-Arbeitsgruppe überlegen, wie das Anliegen im Pfarrgemeinderat, in den Gottesdiensten, bei Veranstaltungen, in Medien... thematisiert werden kann. Dazu finden Sie folgend eine Übersicht zu möglichen Aktivitäten und jeweils zugeordnet einen Hinweis darauf, welche Organisationen Sie dabei unterstützen. Wenn Sie mit der Maus über eine Organisation fahren, erhalten Sie kurze Kontaktinfos. Klicken Sie auf die Organisation, so landen Sie in unserem ausfürhlichen Adreßteil.

Gottesdienste thematisch gestalten!

Im Gottesdienst feiern wir unseren gemeinsamen christlichen Glauben. Die weltumspannende Verbundenheit mit unseren Geschwistern drückt sich auch darin aus, dass zu gewissen Anlässen die Messe oder ein Wortgottesdienst, ein Nachtgebet, eine Rorate, ein Kreuzweg mit "Eine Welt"-Themen gestaltet ist.
Gottesdienst-Modelle werden in vielen Bildungs- und Aktionsunterlagen von KOO-Organisationen und Ordensgemeinschaften vorgeschlagen.

Miteinander Gottesdienst feiern!

Missionarinnen und Missionare kommen in Ihre Pfarre und feiern Gottesdienste, in denen etwas von der Kirche in anderen Kontinenten erfahrbar wird. Dadurch bekommen Sie Impulse für Ihre Liturgiegestaltung. Zugleich motivieren solche Gottesdienste die Gemeinde, selbst auch missionarisch zu sein.

  • Fastenaktion St.Pölten
  • Franziskaner
  • Jesuiten - Mission
  • Missionsschwestern Königin der Apostel
  • Missionsschwestern vom Kostbaren Blut
  • Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI)
  • Referat für Mission und Entwicklung der ED Wien
  • Steyler Missionare
  • Steyler Missionsschwestern
  • Weitere Ordensgemeinschaften
  • Welthaus St.Pölten, Klagenfurt


Fair-Trade-Waren kaufen und bewerben!

Wenn die Menschen in Entwicklungsländern einen fairen Lohn für ihre Arbeit erhalten, wird das ihre Lebensumstände drastisch verbessern. Leider ist das (noch) nicht der Fall, die ungerechten Wirtschaftsstrukturen und die Macht der Konzerne halten große Teile der Bevölkerung in Ausbeutung und Armut. Mit fair produzierten und gehandelten Produkten werden diese ungerechten Strukturen wenigstens stückweise aufgebrochen: Die ProduzentInnen erzielen bessere Preise und sichern so das wirtschaftliche Überleben für ihre Familien.
Für uns bedeutet das, den eigenen Lebensstil kritisch zu überdenken und die vorhandenen fairen Alternativen, die noch dazu eine sehr gute Qualität aufweisen, zu nutzen - solidarisches Handeln zu beiderseitigem Vorteil!

Die sozial- und umweltverträglichen Produkte werden in den Weltläden und im normalen Handel (mit "Fairtrade"-Siegel) angeboten. Außerdem ist es sehr wirksam, die Waren auch im Pfarrbüro, nach den Gottesdiensten oder bei Veranstaltungen zu verkaufen. Sinnvoll ist es auch, Geschäfte davon zu überzeugen, Fairtrade-Produkte ins Sortiment aufzunehmen.

Zusätzliche Aktionen wie eine Verkostung beim Pfarrcafé, ein Gewinnspiel in der Pfarrzeitung, ein "Eine Welt"-Basar, gemeinsames Kochen mit speziellen Gewürzen, Exkursionen in einen Weltladen, ... verstärken das Bewusstsein, dass wir als mündige KonsumentInnen Strukturen verändern können.
Alle KOO-Organisationen und Ordensgemeinschaften unterstützen fair produzierte und gehandelte Produkte.

Tipp:
Informationen zu fair gehandelten Waren erhalten Sie bei Fairtrade (www.fairtrade.at), bei den Weltläden (www.weltlaeden.at) und bei der EZA (www.eza3welt.at ), bei der die Katholische Männerbewegung Miteigentümer ist.
Wenn Sie eine "Bio-Faire Jaus’n" oder eine "Kulinarische Weltreise" nach Guatemala, Indien, Kamerun, Peru oder Sri Lanka durchführen oder in Ihrer Gemeinde den Fairen Handel stärken möchten, kontaktieren Sie Welthaus Graz-Seckau, Linz oder Wien.

Jugendaktion:
Im Rahmen des Monats der Weltkirche im Oktober bieten Missio und Katholische Jugend Österreichs gemeinsam die "Jugendaktion" an: Jugendliche werden motiviert, sich mit dem fairen Handel und der Nord-Süd-Thematik inhaltlich auseinander zu setzen und ein fair gehandeltes Produkt in ihren Pfarren und Schulen zu verkaufen.

Eine Welt Bewusstsein fördern!

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit ist darauf ausgerichtet, den eigenen Horizont zu erweitern, vom kulturellen und sozialen Reichtum anderer Völker zu lernen, die üblichen Klischees zu durchbrechen, Kommunikation zu ermöglichen und Einblicke in globale Zusammenhänge zu erhalten.

Die vertiefte Auseinandersetzung mit Weltkirche und Entwicklungspolitik umfasst eine ganze Reihe an Bildungsaktivitäten: Vom Erlebnisbericht von Menschen, die aus Entwicklungsländern kommen oder dort gelebt haben, bis hin zu einer thematischen (Foto) - Ausstellung; von einer informativen Diashow bis hin zu einem Planspiel; von einer Filmvorführung bis hin zu einem entwicklungspolitischen Workshop.

Afro-Asiatisches-Institut in Graz, Salzburg und Wien
Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
Initiative Christlicher Orient
Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Austria
Katholische Frauenbewegung
Katholische Männerbewegung
Missio Austria
MIVA Austria
Referat für Mission und Entwicklung Wien
Welthaus Klagenfurt, Innsbruck, Graz-Seckau, Salzburg, St. Pölten und Wien
Steyler Missionare
Salesianer Don Bosco
Weitere Ordensgemeinschaften
WEKEF/Welthaus Linz

Tipp:
"Bondeko - Ort der Begegnung für Eine Welt" im Missionshaus der Herz Jesu Missionare in Salzburg-Liefering bietet als Einrichtung der Missionsorden und der Erzdiözese Salzburg viele weltkirchliche und entwicklungspolitische Veranstaltungen an.

Dokumentation und Verleih nutzen!

Durch die intensive Beschäftigung mit Entwicklungspolitik und durch die Projektzusammenarbeit mit PartnerInnen in den Entwicklungsländern ist bei einigen KOO-Mitgliedsorganisationen ein Archiv an Fotos, Videos oder DVDs, Büchern und Broschüren angelegt. Dies kann auch für die thematische Auseinandersetzung in den Pfarren genutzt werden.

DKWE Salzburg
Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
Welthaus Graz-Seckau, Innsbruck, Klagenfurt, St.Pölten (über diözesanen Medienverleih)
Missio Austria

Tipp:
Sie können auch den Verleih der Steirischen Entwicklungspolitischen Mediathek im Welthaus Graz-Seckau, von Baobab (www.baobab.at) ), bei epolmedia (Welthaus Linz), der Entwicklungspolitischen Steirischen Mediathek (Welthaus Graz-Seckau) und Bondeko nutzen!


Über Zeitschriften Weltblick entwickeln!

Einige KOO-Mitgliedsorganisationen informieren in eigenen Zeitschriften über wichtige Themen von Weltkirche und Entwicklungspolitik. Berichtet wird vom Leben der Menschen in allen Teilen der Erde, von Erfahrungen in der Pastoralarbeit und Entwicklungshilfe, von globalen Zusammenhängen und entwicklungspolitisch aktuellen Ereignissen in Österreich und weltweit. Die Berichterstattung löst bisweilen tiefe Betroffenheit aus, aber mehr noch eine Welle der Solidarität über die Grenzen der Kontinente hinweg.

Caritas: Zum Thema
DKWE-Info Salzburg
Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar: "Infobrief" und Digitaler Newsletter
HORIZONT3000: Digitaler Newsletter
Initiative Christlicher Orient: "Information Christlicher Orient"
Katholische Frauenbewegung: "Welt der Frau"
Katholische Männerbewegung: "Magazin Welt"
Missio Austria:

  • "Alle Welt" mit Kinderbeilage "globi"
  • Jahrbuch für Kinder und Jugendliche
  • "Werkmappe Weltkirche"
  • "Eine Welt für alle Kinder"
Missionszeitschriften der Ordensgemeinschaften MIVA Austria - MIVA-Brief
Steyler Missionare (St. Gabriel): Kinderzeitschrift "Weite Welt"
Welthaus Graz-Seckau: "Welthaus-Info"


ReferentInnen einladen!

ProjektpartnerInnen, Missionarinnen und Missionare kommen in Ihre Pfarre und halten Vorträge (z.B. auch mit Dias). Durch die lebensnahen Berichte vom Alltag in den Projekten bekommen Sie einen Zugang zu den Menschen und der Kirche in anderen Kontinenten. Die Gäste werden als aktive GestalterInnen ihres Lebensumfeldes wahrgenommen, ihr gesellschaftspolitisches Denken und Engagement wird präsent.
Neben den Impulsen für Ihre weitere Arbeit, motivieren solche Besuche die Gemeinde, selbst auch missionarisch tätig zu sein. Außerdem erhalten Sie Einblicke in globale Zusammenhänge.
Viele KOO-Organisationen und Ordensgemeinschaften bieten "Begegnung mit Gästen" an und können Sie bei diesen Besuchen in Ihrer Pfarre unterstützen.


Mit Kindern und Jugendlichen pädagogisch tätig werden!

Inhalte zu Weltkirche und Entwicklungspolitik müssen für Jugendliche anders "verpackt" werden, damit sie auf fruchtbaren Boden fallen. Die Jugendlichen mit der speziellen Gestaltung dort abholen, wo sie stehen, ihre eigene Jugend-Kultur zu berücksichtigen, das ist die Herausforderung dieser Angebote.

Bei Kindern geht es vor allem darum, bei der kindlichen Neugier und Offenheit anzusetzen und auf spielerische Weise einen positiven und lustvollen Zugang zu anderen Kulturen zu finden. Je früher das Bewusstsein der "Einen Welt" geweckt wird, desto besser und nachhaltiger werden die üblichen Klischees durchbrochen.

Die Schule bietet von ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag her optimale Möglichkeiten, sich mit anderen Kulturen, mit globalen Zusammenhängen, mit der Geschichte, mit anderen Religionen, ... zu beschäftigen - entsprechend der Lehrinhalte der jeweiligen Fächer oder (noch besser) als übergreifender Projektunterricht. Darüber hinaus kann die Auseinandersetzung bis hin zu Schulpartnerschaften, unterschiedlichen Aktionsmöglichkeiten in der Schule und im Umfeld oder der finanziellen Unterstützung für bestimmte Hilfsprojekte vertieft werden.
KOO-Mitgliedsorganisationen bieten für den pädagogischen Bereich zahlreiche Ideen, Beratung und Materialien.

Afro-Asiatisches-Institut in Graz, Salzburg und Wien
Bondeko Salzburg
Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
Enchada/Katholische Jugend
Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Austria
Katholische Männerbewegung
Missio Austria
MIVA Austria
Ordensgemeinschaften
Referat für Mission und Entwicklung Wien
Steyler Missionare
Welthaus Klagenfurt, Innsbruck, Graz-Seckau, Salzburg, St. Pölten und Wien
WEKEF/Welthaus Linz

Tipp:
Verleih-Materialien für die Schule gibt es auch bei Baobab (www.baobab.at), bei epolmedia (Welthaus Linz) und in der Steirischen Entwicklungspolitischen Mediathek (Welthaus Graz-Seckau)


Seminare und Studientagungen besuchen!

Besonders Interessierte können sich bei Seminaren und Kursen intensiver mit missionarischen und entwicklungspolitischen Zusammenhängen und mit den Möglichkeiten der Vermittlung beschäftigen. Es ist von besonderem Nutzen für die gesamte Pfarre, wenn sich einige Mitglieder spezifisches Wissen aneignen und dann auch weiter vermitteln.

Afro-Asiatisches Institut in Salzburg und Wien
Enchada/Katholische Jugend
HORIZONT3000
Katholische Frauenbewegung
Katholische Hochschuljugend
Missio Austria
Welthaus Klagenfurt, Innsbruck, Graz-Seckau, Salzburg, St. Pölten und Wien
WEKEF/Welthaus Linz

Tipp:
Die Internationale Missions-Studientagung findet jährlich in der 1. Juliwoche statt. Sie wird von Missio gemeinsam mit dem Missionsreferat der Superiorenkonferenz und dem Evangelischen Arbeitskreis für Weltmission veranstaltet.

Kulturelle Veranstaltungen besuchen!

Die Welt in ihrer kulturellen Verschiedenheit mit allen Sinnen erfahrbar machen und andere Kulturen über europäische Grenzen hinweg erfahrbar machen - als musikalisches Konzert, Spielfilm, Lesung, Ausstellung von Kunstfotos, Bildern oder Plastiken. Natürlich ist es möglich und sinnvoll, bei kulturellen Angeboten auch Informationen zu vermitteln (z.B. mit einem Infostand oder mit Schautafeln).

Afro-Asiatisches-Institut in Graz, Salzburg und Wien
Welthaus Klagenfurt, Innsbruck, Graz-Seckau, Salzburg, St. Pölten und Wien
Missio Austria


An Begegnungsreisen teilnehmen!

Das beste Verständnis von anderen Kulturen wird dann erreicht, wenn man die Menschen vor Ort besucht und eine Zeit lang mit ihnen lebt. Voraussetzungen sind neben einer guten Vorbereitung soziale Kompetenzen. Erlebnisse abseits der Touristenpfade machen direkte und authentische Erfahrungen möglich, als wertvollen Kontrast zur eigenen Kultur. Wenn der/die Reisende dann zu Hause von seinen Erfahrungen berichtet (z.B. mit Dias), werden diese für die ganze Pfarre fruchtbar.
Begegnungsreisen werden von den KOO-Mitgliedsorganisationen für unterschiedliche Destinationen, Dauer und Zielgruppen angeboten. Andere bieten Gruppen und Einzelreisenden im Vorfeld eine Beratung an.
Begegnungsreisen finden auch in "umgekehrter Richtung" statt, wenn Menschen aus Entwicklungsländern Menschen in Österreich besuchen und Begegnung hier stattfindet.

DKWE Salzburg
Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
Enchada/Katholische Jugend
Initiative Christlicher Orient
Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Austria
Katholische Männerbewegung Aktion SEI SO FREI Linz, Innsbruck
Steyler Missionare
Welthaus Graz-Seckau, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, St. Pölten und Wien

Bei Projekten mitarbeiten!

Einige KOO-Organisationen bereiten Menschen aus Österreich darauf vor, für eine Zeit lang (ab drei Monaten bis zu drei Jahren) bei einem Projekt in Afrika, Asien oder Lateinamerika mit zu arbeiten. Die ProjektmitarbeiterInnen setzen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten dort ein, wo sie dringend gebraucht werden. Und sie erhalten viel zurück: Lebenserfahrung, Arbeitspraxis und Erweiterung des eigenen Wissenshorizonts in einem multikulturellen Umfeld. Unabdingbare Voraussetzungen sind neben den fachlichen Qualifikationen ein partnerschaftliches Denken, Teamorientierung und soziale Kompetenzen.

Caritas
Comboni-Missionare
HORIZONT3000
Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Austria
Steyler Missionsschwestern und Missionare
VIDES - Salesianisches Volontariat


Sich anwaltschaftlich engagieren!

Unsere Welt braucht Veränderung auch auf politischer Ebene, damit alle Menschen im verheißenen Frieden leben können. Anwaltschaftliche Aktionen und Kampagnen weisen auf Verletzungen der Menschenrechte in Ländern des Südens und auf ungerechte Strukturen und Mechanismen in der Weltgemeinschaft hin. Mit Medienarbeit, Lobbying oder öffentlichkeitswirksamen Aktionen wird die nahe Umgebung und die breitere Öffentlichkeit in Österreich zu einem Nach- und Umdenken bzw. zu solidarischem Handeln bewegt. Aktive Gruppen und Einzelpersonen können sich an Kampagnen beteiligen und werden durch kostenlose Materialien und Aktionsvorschläge unterstützt.

Caritas
Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
Fastenaktion St.Pölten
HORIZONT3000
Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Austria
Katholische Frauenbewegung
Katholische Männerbewegung Aktion SEI SO FREI
Missio Austria
Ordensgemeinschaften
Welthaus Graz-Seckau, Klagenfurt, St.Pölten und Wien
WEKEF/Welthaus Linz


Öffentlichkeit und Medien informieren!

Lokale Medien bieten die große Chance, dass entwicklungspolitische Themen und Informationen zu Spendenaktionen oder zu Veranstaltungen auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. In erster Linie ist das natürlich der Pfarrbrief oder die Pfarrzeitung, aber auch andere lokale Medien haben sicherlich Interesse an den regionalen Aktionen, die einen Bezug zur weiten Welt haben. Alle KOO-Organisationen und Ordensgemeinschaften unterstützen Sie bei diesen Anliegen.

Dialog führen mit anderen christlichen Kirchen!

Der ökumenische Austausch bietet viele Chancen und Lernfelder. Im Dialog mit anderen christlichen Kirchen, z.B. im Orient, lernen wir etwas über andere, aber auch über uns selber.

Initiative Christlicher Orient
Welthaus Graz-Seckau


In Kontakt treten zu anderen Weltreligionen!

Das Lernen vom Anderen betrifft auch den Austausch zwischen unterschiedlichen Religionen. Der lebendige Dialog mit Menschen einer anderen religiösen Zugehörigkeit erweitert die eigenen Perspektiven in der Pfarre. Angeboten werden auch spirituelle Veranstaltungen, wie z.B. Meditationskurse.

Afro-Asiatisches-Institut in Graz, Salzburg und Wien
DKWE Salzburg
Missio Austria
Welthaus Klagenfurt


Missionarisch Kirche sein!

Die Missionarinnen und Missionare, die hinaus zu allen Völkern gehen und in Dialog mit Gott und den Menschen treten, liefern uns allen wichtige Impulse. Brüder, Schwestern und Patres geben Zeugnis von einer weltweiten und geschwisterlichen Kirche. Die Missionsorden ermöglichen Begegnungen mit Missionarinnen und Missionaren, bieten missionarische Bewusstseinsbildung an und schaffen Möglichkeiten des interreligiösen Dialogs und der geistlichen Begleitung.

Don Bosco Schwestern
Missio Austria
Missionare von Marianhill
Missionsschwestern Königin der Apostel
Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI)
Salesianer Don Boscos
Steyler Missionare
Steyler Missionsschwestern
Weitere Ordensgemeinschaften

Weltkirche vermitteln!

Der Sonntag der Weltkirche ruft uns ins Bewusstsein, dass die Kirche eine weltweite Gemeinschaft ist. Die Kirche ist in allen Kontinenten "heimisch" geworden: In jeder Kultur schlägt sie Wurzeln. Aus der Glaubenspraxis der Ortskirchen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien empfangen wir viele neue Impulse. Es werden allen Pfarren Plakate, Liturgievorschläge, Folder, Dias, Videos und andere Informationsunterlagen zur Vorbereitung und Durchführung angeboten.

Missio Austria

Pfarrpartnerschaften aufbauen!

Eine Pfarrpartnerschaft hat den regelmäßigen Dialog mit einer Pfarre zum Ziel. Die permanente Auseinandersetzung mit der Lebensrealität in den "zwei Welten" schafft ein vertieftes gegenseitiges Verständnis, die Übernahme von Verantwortung füreinander und große Lernchancen für alle Beteiligten.
Die Themen und Bereiche der gelebten Pfarrpartnerschaft entstehen erst im Laufe der Beziehung. Persönliche Begegnungen durch gegenseitige Besuche stärken natürlich das Gefühl der Verbundenheit.
Hinweis: Die Finanzmittel für eine Partnerschaft sind durch zusätzliche Aktionen aufzubringen. Sie können nicht von den Aktionen der Hilfswerke genommen werden. Von einer guten Zusammenarbeit profitieren beide.


Gezielt Hilfsprojekte unterstützen!

Aktive Gruppen und Personen der Pfarre können gezielt ein Projekt ihrer Wahl unterstützen. Meist entsteht dadurch ein stärkerer Bezug, weil man sich intensiver mit der Lebenssituation der ProjektpartnerInnen beschäftigt. Einige KOO-Mitgliedsorganisationen bieten eine Reihe von geprüften Hilfsprojekten an. Die Person oder Gruppe entscheidet sich dann für eine bestimmte Projektpartnerschaft und fördern diese mit dem Erlös einer einmaligen Veranstaltung (Pfarrfest, Flohmarkt, Adventbasar, Tombola bei einem Ball, ...), mit Spenden bei privaten Anlässen (Hochzeiten, Geburtstage, ...) oder mit einem laufenden Dauerauftrag.

Caritas
Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
Fastenaktion St.Pölten
Initiative Christlicher Orient
Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Austria
Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung
Katholische Männerbewegung Aktion SEI SO FREI
MIVA Austria
Missio Austria
Ordensgemeinschaften
Referat für Mission und Entwicklung der ED Wien
Welthaus Graz-Seckau, Klagenfurt, St.Pölten


Benefiz-Veranstaltungen durchführen!

Veranstaltungen bieten sehr gute Möglichkeiten, finanzielle Mittel für ein Hilfsprojekt aufzustellen (als Eintritt und/oder als Spende), und den SpenderInnen dafür auch etwas zu bieten - z.B. mit einem Konzert, einem Fußballspiel (mit "Promis"), einem "Laufevent", ein Ball, ... der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Günstig ist es, Informationen zum geförderten Hilfsprojekt anschaulich zu präsentieren (Plakate, Wandzeitung, Diavortrag, Power Point Präsentation, ...).


Sachspenden sammeln!

Nicht nur Geldspenden bringen viel Nutzen, sondern auch Sachspenden wie z.B. Medikamente, Brillen, medizinische Geräte, ... wenn sie gezielt gesammelt werden - gespendet von privaten Personen oder von Unternehmen. Einige KOO-Mitgliedsorganisationen sind auch in diesem Bereich tätig.

Caritas
Missio Austria
MIVA Austria
Ordensgemeinschaften


Priesterpatenschaften übernehmen!

Für Priester ist eine fundierte Ausbildung unabdingbare Voraussetzung für gute Arbeit in der Pfarre. Mit Patenschaften für Priesterstudenten in Afrika, Asien und Lateinamerika wird eine solche Ausbildung bis zum Abschluss gesichert.

Missio Austria
Jesuiten - Mission
Weitere Ordensgemeinschaften
Welthaus Klagenfurt (gemeinsam mit Missio Kärnten und Missionsaktion des Slowenischen Seelsorgeamtes)


Messstipendien weiter leiten!

Das Messstipendium ist eine Geldgabe für die Feier einer heiligen Messe zu einem bestimmten Anliegen. Im Kirchenrecht werden Annahme, Verwaltung und Verwendung des Messstipendiums geregelt. Die Messstipendien dienen hauptsächlich als Unterstützung für Missionare, weil diese Medikamente, Treibstoff und andere Güter damit besorgen. Weil religiöse und soziale Initiativen - Jugendtreffen, Fortbildungskurse, Unterhalt von kirchlichen Schulen, Kirchenbau oder Ausbildung von KatechetInnen - auf diese Art unterstützt werden, tragen Sie mit Messstipendien dazu bei, dass Kirchengemeinden geistig und materiell überleben können.

Missio Austria
Jesuiten - Mission
Weitere Ordensgemeinschaften
Welthaus Klagenfurt (gemeinsam mit Missio Kärnten)

Spendensammlungen tatkräftig unterstützen!

Die KOO-Mitgliedsorganisationen bewegen mit den Hilfsprojekten unglaublich viel Positives. Die Basis für diese massiven Leistungen engagierter Nächstenliebe und Solidarität wird in den Pfarren gelegt. Nur wenn Pfarrangehörige bei den Spendensammlungen aktiv mittun, nur wenn sie andere zum Teilen bewegen, dann können unsere Geschwister in den Entwicklungsländern tatkräftig unterstützt werden.

Je nach Spendensammlung kann die Mitarbeit Unterschiedliches bedeuten: Konkrete Organisation der Spendenaktion in der Pfarre, inhaltliche Gestaltung von Gottesdiensten, Leute zum Mittun bewegen, Spenden sammeln, Öffentlichkeitsarbeit in der Pfarre und im lokalem Umfeld, u.s.w.
Die spendensammelnden Hilfswerke unterstützen die Aktivitäten in der Pfarre mit Materialien und Unterlagen.

Caritas
Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar
Fastenaktion St. Pölten und Eisenstadt
Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Austria
Katholische Frauenbewegung
Katholische Männerbewegung
Missio Austria
MIVA Austria
Welthaus Graz-Seckau

Testament und Erbschaft

Ein hochsensibles Thema, das viel Fingerspitzengefühl erfordert, sind die Legate: Manche Menschen wollen ihr Vermögen, oder zumindest einen Teil davon, nach ihrem Tod einer Organisation zu Gute kommen lassen, weil sie diese schon zu Lebzeiten finanziell unterstützt haben.

Die Sorge für die Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika ist für viele ein unverzichtbarer Wert in ihrem Leben. So können Spender auch über ihren eigenen Tod hinaus den Armen helfen. Sie können katholische Organisationen in ihrem Testament als Erbe einsetzen bzw. in anderen Fällen als Empfänger eines Vermächtnisses benennen.

Gutes tun, aber richtig! - Tipps für SpenderInnen

Mit Menschen in Not zu teilen und für wichtige Anliegen zu spenden, ist ein unverzichtbarer Teil der christlichen Lebensgestaltung. Wer wirklich helfen möchte, sollte seine Spende aber nicht leichtgläubig verteilen. Damit Ihre Spende zu einer wirklichen Hilfestellung wird, sind im folgenden einige Tipps zusammen gestellt:

1. Spenden Sie eher den Organisationen, die Sie kennen und denen Sie aus gutem Grund vertrauen: Die Mitgliedsorganisationen der KOO sind offiziell von der Katholischen Kirche anerkannt, genießen das Vertrauen der österreichischen Bischofskonferenz und garantieren einen wirksamen und seriösen Einsatz der Spenden!

2. Wenn Sie die Organisation nicht so gut kennen, informieren Sie sich über die Arbeit und die Hintergründe der Organisation: Fragen Sie nach einem ausführlichen Jahres- , Tätigkeits- und Finanzbericht der Organisation oder informieren Sie sich im Internet!

3. Entscheidendes Kriterium für seriöse Arbeit ist, dass Finanzen regelmäßig im Jahresbericht offengelegt und unabhängige Prüfungen durchgeführt werden. Achten Sie auf Gütesiegel und Selbstverpflichtung, die eine ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder sicher stellen!

4. Leider werden das Etikett "christlich" oder ordensähnliche Bezeichnungen mit übler Absicht auch missbräuchlich verwendet, um Seriosität vorzutäuschen. Überprüfen Sie, ob es sich um eine anerkannte kirchliche Organisation handelt!

5. Lassen Sie sich an der Haustüre, auf der Strasse oder am Telefon keinesfalls unter Druck setzen, wenn Sie sofort und schnell spenden sollen, um angeblich "dringend zu helfen". Überlegen Sie bei nicht bekannten Organisationen Ihre Entscheidung in Ruhe und informieren Sie sich zuerst!

6. Stark emotional gefärbte und Mitleid erweckende Werbung lassen eine unseriöse Organisation vermuten. Überprüfen Sie unrealistische Darstellungen und Versprechungen!

7. Wenn Sie Spendenaufrufe von einer Ihnen unbekannten Organisation bekommen, fragen Sie nach, woher die Organisation Ihre Anschrift hat. Wenn Sie keine Zusendungen wünschen, lassen Sie Ihre Adresse streichen!

8. Bei Daueraufträgen und Lastschriftverfahren empfehlen wir, die Stornobedingungen genau zu prüfen, besonders ob Sie ein jederzeitiges Rücktrittsrecht haben.

9. Bei Spenden über das Internet achten Sie darauf, dass Ihr Geld auch wirklich gut ankommt und dass Ihre Daten verschlüsselt übertragen werden.

10. Sollten Sie eine Spende abgeben wollen, aber wegen der Seriosität nicht ganz sicher sein, dann kontaktieren Sie bitte die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz (KOO): 01 / 317 03 21, e-mail: info@koo.at, www.koo.at

© Koo (Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission) www.koo.at